Das Becken

Das Becken befindet sich oberhalb der Beine und unterhalb des Bauches. Beim Menschen wird zwischen großem und kleinem Becken (Pelvis major und Pelvis minor) unterschieden. Das große Becken gehört eigentlich schon zum Bauchraum und es befindet sich zwischen den beiden Darmbeinschaufeln oberhalb der Beckeneingangs-linie. Es besteht aus den beiden Hüftbeinen und bildet zusammen mit dem Kreuzbein den Beckengürtel. Mit dem wenig beweglichen Iliosakralgelenk ist es mit der Wirbelsäule verbunden. Durch seine Stabilität und Festigkeit gibt der Beckengürtel dem Körper Halt und ermöglicht eine aufrechte Haltung.

Das Hüftbein

Das Hüftbein ist in die drei Teile Darmbein (Os ilium), Sitzbein (Os ischii) und Schambein (Os pubis) unterteilt. Circa mit dem 15. Lebensjahr wachsen diese drei Knochen im Bereich der Hüftgelenkspfanne zu einem einheitlichen Hüftbein zusammen. Mit dem Kreuzbein-Darmbein-Gelenk sind sie mit dem Kreuzbein verbunden. Dieses Gelenk ist kaum beweglich, federt aber die Wirbelsäule ab. An der Vorderseite sind beide Hüftbeine über eine knorpelige Verbindung mit dem Schambein verbunden. In der Hüftgelenkspfanne treffen alle drei Hüftknochen aufeinander und bilden mit dem Kopf des Oberschenkelknochens das Hüftgelenk.

Das weibliche Becken

Das weibliche Becken ist ausladender als das eines Mannes

Das weibliche Becken ist ausladender als das eines Mannes

Zwischen weiblichem und männlichen gibt es einige wichtige Unterschiede. Beide Beckenschaufeln sind bei Frauen ausladender und das Hüftbeinloch weist eine eher dreieckige Form auf. Bei Frauen ist auch der Beckenausgang weiter und der Winkel der Schambeinfuge ist größer als 90°. Dies liegt auch darin begründet, dass Frauen Kinder gebären.

Das männliche Becken

Bei Männern ist das Becken vor allem hoch, eng und schmal. Außerdem ist der Winkel der Schambeinfuge bei Männern kleiner als 90°.

Beckenschmerzen

Unterscheiden muss man zwischen Schmerzen des Knochen und Organschmerzen. Innere Organe wie Harnleiter und Blase können Unterleibsschmerzen verursachen. Dem Beckenschmerz liegt oftmals das so genannte Beckenringsyndrom zugrunde. Dies ist eine schmerzhafte Störung des Kreuzbeins und der Hüftbeine. Auftreten können des Weiteren gereizte Sehnenansätze, Störungen des Gelenks zwischen Kreuzbein und Beckenboden und Verspannungen. Allerdings sind die häufigsten Ursachen verletzungsbedingt, wie Prellungen oder Frakturen. Auch Tumore können eine Ursache sein. Dabei können die Schmerzen bis in die Leiste, die Beine oder bis ins Gesäß ausstrahlen. Durch Einklemmen kann es auch zu plötzlichen neurologischen Ausfällen, wie den Wegknicken der Beine kommen. Auch ein Beckenbruch verursacht höllische Schmerzen und muss unter Umständen sogar operativ behandelt werden. Gegen Beckenschmerzen hilft eine medikamentöse Therapie oder eine Schmerztherapie zum Beispiel in einer Schmerzklinik. Aber auch Krankengymnastik oder Akupunktur können hilfreich sein.

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