Schambeinbruch

Bei einer Fraktur des Schambeins sind Teile des knöchernen Beckens betroffen. Ein Schambeinbruch tritt in der Regel durch einen heftigen Sturz oder durch einen Autounfall auf. Ebenfalls kann es möglich sein, dass infolge eines Schambeinbruchs auch eine Verletzung des Hüftgelenks vorhanden ist. Zudem kann bei einem Schambeinbruch sehr wohl eine innere Blutung auftreten, welche lebensgefährlich sein kann.

Typ A bis Typ C

So gibt es (vergleichbar mit dem Beckenbruch) die stabile Verletzung, bei welcher der Bruch nicht verschoben ist und von den Bändern in der unmittelbaren Umgebung zusammengehalten wird. Diesen Schambeinbruch nennt man oft Typ A Fraktur. Bei der Typ B Fraktur hingegen springt man von einer Rotationsinstabilität. Hier ist der Bruch verschoben, wobei die Stabilität dennoch gegeben ist. Liegt eine Typ C Fraktur vor, so ist der Bruch verschoben und zudem das Schambein instabil. Das bedeutet, dass das Schambein an der Vorderseite wie an der Hinterseite gebrochen ist und gilt – in Bezug auf einen Schambeinbruch – als schwerster Verletzungsgrad. Denn die instabilen Verletzungen gehen oftmals mit Nervenverletzungen wie Gefäßverletzungen einher, sodass auch Organe verletzt sein können, wie die Harnblase oder der Mastdarm wie auch der Geburtskanal.

Die Diagnose der Fraktur

Die Diagnose erfolgt mittels Betrachtung der oberflächigen Bruchstelle. In der Regel treten Verfärbungen wie auch Schwellungen auf; Blockaden im Hüftgelenk wie auch Fehlstellungen sind ebenfalls möglich. Der Ultraschall gibt Aufschluss darüber, ob innere Verletzungen und somit eine Lebensgefahr vorliegt. Neben dem Röntgen wird oftmals auch eine Computertomographie angefordert, um besser das Umfeld des Bruchs zu sehen. Das CT ist auch dafür zuständig um zu überprüfen, ob das Rektum, die Vagina oder die Harnblase verletzt wurden.

Die unterschiedlichen Behandlungen

Bei einem Schambeinbruch wird oft Betrtruhe verordnet

Bei einem Schambeinbruch wird oft Bettruhe verordnet.

Liegt ein stabiler Schambeinbruch vor, so wird dieser konservativ behandelt. Es ist Bettruhe angesagt sowie eine nur geringe Mobilisation, welche in der Regel über eine krankengymnastische Begleitung erfolgt. Sollte ein instabiler Schambeinbruch vorliegen, so wird das Becken mit einer Zwinge oder einem Fixateur stabilisiert. Eine innere Blutung bei einem verschobenen Schambeinbruch wird mit einer Kompression gestoppt. Zudem wird der Bruch mittels Platten und Schrauben stabilisiert, was einen operativen Eingriff notwendig machen. Nach rund zwei Monaten ist eine Mobilisation möglich.

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